Karwoche: Zeit der Trauer
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Erleben, dass ein Ende ein Anfang sein kann

Der Woche ab Palmsonntag kommt innerhalb der  Passionszeit besondere Bedeutung zu. In einigen Gegenden trägt sie auch die Bezeichnung Heilige Woche, Große Woche oder Leidenswoche.
Bei uns in der Andreasgemeinde finden in der Karwoche von Montag bis Mittwoch um 6.30 Uhr die meditativen  Morgenmeditationen in der Andreaskirche statt.

Wortbedeutung
Das Wort 'kar' kommt vom althochdeutschen Chara, was 'Wehklage, Trauer' bedeutet. Unser Wort 'karg' stammt von dieser Wurzel her, ebenso das englische 'care' (Sorge, Kummer).

Am Vorabend seines Todes soll Jesus mit seinen Freunden, den Jüngern, ein Festmahl gefeiert haben. Mit Hinweis auf sein Sterben reichte er ihnen Brot und Wein als Zeichen bleibender Verbundenheit.
Unter Berufung darauf feiern die Christen in ihren Gottesdiensten bis heute das Heilige Abendmahl oder die Eucharistie. Allerdings deuten die Kirchen den symbolischen oder tatsächlichen Sinn dieses Kahles unterschiedlich, auch darum haben sie offiziell noch keine Mahlgemeinschaft.
Nach biblischen Berichten wurde Jesus in der Nacht von seinem Jünger Judas durch einen Kuss verraten und von Soldaten verhaftet. Die führenden Geistlichen verurteilten ihn als Gotteslästerer und lieferten Ihn an Pontius Pilatus aus, den Befehlshaber der römischen Besatzungsmacht.
Die Evangelisten Matthäus (Kapitel 26/27), Markus (14/15), Lukas (22/23) und Johannes (18/19) erzählen ausführlich vom Leiden und Sterben Jesu. In vielen Kirchen wird das Kreuz verhüllt, Glocken und Orgel verstummen.

Der Gründonnerstag
Der Name hat nichts mit der Farbe grün zu tun, sondern geht wahrscheinlich auf das mittelhochdeutsche gronan = weinen ("greinen") zurück.

Wir gedenken an diesen Tag zweier Ereignisse:



Karfreitag: Ein Ende, das den Anfang macht
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Karfreitag
Am Karfreitag gedenkt die Christenheit des Leidens und Sterbens Jesu Christi am Kreuz.

Stand bei der Deutung dieses Geschehens traditionell der Gedanke der stellvertretenden Sühne ("pro nobis"= "für uns") als Voraussetzung für unsere Erlösung im Vordergrund, so hat bei vielen Christen unserer Tage die darin geübte Solidarität Gottes mit Menschen im Leid zunehmend Bedeutung.

Das Geschehen
Jesus wird gefangen genommen, vor dem Hohen Rat verhört und Pontius Pilatus, dem römischen Statthalter, übersteht. Dessen Feststellung, dass Jesus unschuldig sei, ist für das Volk Anlass zur noch heftigeren Forderung nach der Hinrichtung. Jesus wird schließlich zum Tode verurteilt, nach Golgatha geführt und dort 'um die dritte Stunde' d.h. vormittags um neun Uhr gekreuzigt. Nach sechs Stunden schrecklichster Qual stirbt er.

Von einem Mann namens Josef aus Arimathäa wird er vom Kreuz genommen und in ein noch nicht benütztes Grab gelegt.

Mit der Dämmerung, die bald hereinbricht, beginnen der Sabbat und das Passahfest.

Die liturgische Farbe ist schwarz.

Stiller Feiertag
Der Karfreitag ist als Gedenktag des Leidens und Sterbens Jesu Christi ein 'stiller Feiertag' ohne laute Tätigkeit und ohne Feste.

Fasttag
Es ist gut, den Karfreitag als Fasttag zu begehen oder zumindest auf den Genuss von Fleisch zu verzichten.

Kein Altarschmuck
Am Karfreitag ist der Altar in der Kirche nicht geschmückt. Seine Kargheit ist Ausdruck der Trauer angesichts des Leidens und Sterbens Jesu Christi.

Kleidung
Vor allem in ländlichen Gegenden kommen die Menschen in schwarzer oder zumindest gedeckter Kleidung zum Gottesdienst.

Karsamstag

Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Jesu. Es findet zwar kein Hauptgottesdienst statt, dennoch werden für diesen Tag Lesungen angeboten. Sie sollen bei Wortgottesdiensten oder Stundengebeten Verwendung finden.



Das Jahr voller Leben auf einen Blick

Kirchenjahr


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